Fr, 07. Januar 2022

Der Tod zerstört Leben an der Oberfläche. Deswegen fürchtet das Ich ihn als
seinen Auslöscher so stark. Der Mensch, der im Geist lebt, meidet diese
Kraft und distanziert sich von ihr. Deshalb gibt es keine wesentliche
Erkenntnis über das Wesen dieser Vernichtungskraft.
Auf dem Weg der Bewusstwerdung gibt es eine höhere Oktave von der Kraft des
Todes:
Nun tritt sie auf als das Tor zu wesentlichem Leben, zur Ewigkeit jenseits
vergänglicher Identität, zur Aussortierung von Wesentlichem und
Unwesentlichem und zur Hingabe zu Gott. Und all dies geschieht inmitten des
Lebens.

Di, 04. Januar 2022

Eine Komödie ist eine ziemlich bewusste ironische In-Szene-Setzung. Das Ich
liebt aber Leidensinszenierungen.
Es gibt Lebensprobleme, die als liebgewonnene Szenarien wiederholt werden.
Man erzeugt und produziert irgendwelche Lebensgeschichten und untersucht
diese dann. Das ist Ergötzung für den Geist, narzisstische
Selbstunterhaltung, jedoch nicht die Selbsterforschung. Selbsterforschung
ist spontane Innenkehr zur Wirklichkeit hin ohne den belanglosen Kommentar
der bedingten Seite. Diese Selbsterforschung betrachtet genau, was jenseits
aller produzierten Geschichten übrig bleibt.

Mo, 03. Januar 2022

Lange lebten wir in unbewusster Leidenszuwendung.
Verantwortung bedeutet, die Möglichkeit eines Wandels zu leben:
Bewusste Umkehr in Gottes Hände.
Die Menschheitsgeschichte besteht darin, dass sich unbewusste Abkehr in
bewusste Abkehr und von dort in bewusste Rückkehr wandeln kann.

So, 02. Januar 2022

Die meisten Menschen sind fixiert auf ihre körperlichen Beziehungen in der
Welt, auf die Blutsfamilie, auf die Ahnen…
Wer nach umfassender und beständiger Freiheit sucht, darf diese Fixierung
und Bewusstseinsverengung, die immer auftritt, wenn wir uns auf die
körperliche Welt reduzieren, verlassen.
Die Zeuger dieses Körpers müssen nicht verleugnet werden. Da bleibt immer
Dankbarkeit. Aber sie sind nicht unsere wahren Eltern.
Die wahren Eltern sind nur Radha und Krishna – unser Ursprung und Objekt
all unserer Liebe.

Sa, 01. Januar 2022

Bhakti ist die Möglichkeit, vollkommen frisch und neu auf das Leben zu
schauen – unabhängig aller alten Geschichten.

Die Wiederholungsschleife des Bewusstseins in die Trauer des Verlustes und
in die Traurigkeit über Verpasstes hinein ist regressiv und hält die
Entwicklung des Bewusstseins zurück. Der regressive Sog ist stark, einem im
Alten zu behalten. In der Bereitschaft, die alten Bezugspunkte
zurückzulassen, und die unendliche Weite der Beziehung zu Krishna dazu zu
nehmen, existiert augenblicklich die Freiheit, die uns immer schon
zusteht.

Fr, 31. Dezember 2021

Bhakti ist die Möglichkeit, vollkommen frisch und neu auf das Leben zu
schauen – unabhängig aller alten Geschichten.

Die Wiederholungsschleife des Bewusstseins in die Trauer des Verlustes und
in die Traurigkeit über Verpasstes hinein ist regressiv und hält die
Entwicklung des Bewusstseins zurück. Der regressive Sog ist stark, einem im
Alten zu behalten. In der Bereitschaft, die alten Bezugspunkte
zurückzulassen, und die unendliche Weite der Beziehung zu Krishna dazu zu
nehmen, existiert augenblicklich die Freiheit, die uns immer schon
zusteht.

Do, 30. Dezember 2021

Angst ist nicht messbar anhand der Quantität und der Nähe der Bedrohung. Es
ist die latente Anzeige, sich ausserhalb wirklicher Identität aufzuhalten.
Schau hin, was für eine zersplitterte Welt du in der Traumwelt geschaffen
hast. Man hat die Grundtrennung erzeugt, hält sie aufrecht und lebt sie
aus. In dieser Abtrennung drin hält uns Angst beständig auf Trab.
Sie wird geheilt durch das Erkennen, dass sich alles unter der lieblichen
Übersicht der Höchsten Persönlichkeit Gottes ruht.

Mi, 29. Dezember 2021

Es gibt Menschen, welche die unkontrollierte Angst nicht mehr beherrschen
können. Sie landen in der Psychiatrie. Es gibt aber auch Menschen, welche
die Kontrolle von Angst nicht unfreiwillig aufgeben, sondern gänzlich
freiwillig. Aus dem ausserordentlichen Mut, im Allerinnersten unbelangbar
zu sein, schaut man der gesamten Angststruktur ins Auge und gibt alle
Abwehr davon auf. In Anbetracht solcher immenser Aufmerksamkeit hält keine
Angst mehr in ihrer einvernehmenden Lage inne. Sie zerfällt.