Montag, 27. Januar

Die Naturalisierung einer Konfession – dass die Grundnatur des Menschen islamisch, christlich usw., sei – führt in die Verabsolutierung des Relativen, nämlich von äusseren Bezeichnungen.
Denn demnach ist jeder Mensch als Muslim oder Christ geboren und erst widrige sozio-kulturelle Einflüsse würden ihn dann zu einem Polytheisten, Atheisten oder sonst irgendeinem Ungläubigen machen und verhindern somit seine naturgerechte Ausformung.
Die Ursprungsnatur wird also durch eine nicht-islamische / nicht-christliche etc. Umwelt verdorben. Der durch negative äussere Einwirkungen zum Nicht-Muslim / Nicht-Christ gewordene Mensch gilt als Folge als verdorbener Mensch, dem keine gleichen Rechte mehr zugestanden werden können.
Wer also in den Zustand des Nicht-Muslim-Seins abgedrängt worden ist oder durch Apostasie in diesen Zustand überwechselt, begibt sich dieser in einen Zustand naturwidriger Verhältisse und verliert dadurch die Menschenwürde.
Die Grundnatur eines jeden Menschen ist jedoch nicht die konfessionelle und kulturell bedingte Festlegung, sondern immer nur die brennende Gottesliebe, deren Wesensmerkmal die Absenz von persönlichen Interessen (Macht- oder Annehmlichkeits-Ansprüche sind, sowie die Überwindung des Befreiungs-Pragmatismus.

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