Freitag, 20. September

Die Beschreibungen von Radha-Krishnas lila sind Versuche, eine ekstatische Gottesbeziehung (dasya, sakhya, vatsalya, madhurya) in menschlich verstehbare Worte zu übertragen.
Eine sehr entwickelte Seele erlebt den Gottesaustausch in der spirituellen Welt weit jenseits aller menschlichen Erfahrung und müht sich darum, dies in Worte zu fassen.
Auch wenn diese Bruchstücke wahr sind, vermitteln sie dennoch nicht eine Vollständigkeit.
Verschiedene Personen beschreiben die gleichen lila-Einblicke dennoch sehr unterschiedlich. Viele der Lilas des Bhagavatam finden sich auch in anderen vedischen Texten und werden dort wieder mit anderen Detail-Einsichten beschrieben. Lila ist dynamisch und nie statisch. Die Annäherung ans Lila hat immer grosse Bedeutung für den Sadhaka. Obwohl die Worte der Realität des lila nicht entsprechen vermögen, so vermitteln sie doch das Herz, die Stimmung und die Erfahrung desjenigen, der es vermittelt. Wenn lila von einer verwirklichten Seele geteilt wird, enthalten diese Worte seine Verwirklichung vom Lila mit und schenken einem die Samskaras (die Eindrücke), die ewige Liebe der ragatmika-bhaktas (der ewigen Gefährten Radha-Krishnas in der spirituellen Welt) zu erahnen.
Alle vertraulichen Umschreibungen können erst verstanden werden, wenn eine Seele von der übernatürlichen Vibration (aprakrita-shabda-brahman) berührt wird, welche durch die Kette der Schülernachfolge vermittelt wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.