Sonntag, 29. September

“Das Höchste Selbst kann nie erlangt werden durch Argumentation oder gelehrte Vorträge und Erklärungen, noch wird Er erreicht durch eigene Brillanz, durch Intelligenz und Vorstellungskraft, oder durch das Studieren vieler Schriften. Nur derjenige kann dieses höchste Selbst erreichen, welcher von diesem höchsten Selbst ausgesucht wird. Einer solchen Person offenbart Er seine wahre, ewige personale Gestalt.“ (Mundaka Upanisad 3.2.3)
Kein Mass an Studium, Reflektion oder Nachforschung vermag die absolute Wirklichkeit zu erfassen. Sie wird einem verschlossen bleiben.
Wenn Bhaktas nun studieren und sich in Texte vertiefen, dann ist dies nicht jnana-prayasa (Bhagavatam 10.14.3), die Bemühung, das Heilige eigenständig erfassen zu wollen. Es ist nur Ausdruck der Aufrichtigkeit, Radha-Krishna wirklich begegnen zu wollen. Es ist zudem die eigene Vorbereitung, Radha-Krishna in einer würdigen Haltung zu empfangen.
Der Bhakta nimmt das Buch an seinen Kopf und betet: „Du bist nicht ein Buch, sondern die kondensierte Bhava vom Herzen von (Name des Autors). Bitte regne deinen Segen auf mich herab, damit ich das höre, was du mir persönlich sagen möchtest.
Ich sitze nun zu deinen Füssen und möchte von dir alles erlernen und mich von dir formen lassen.“

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